Workshop „Was ist Geschlecht?“

Im Herbst 2015 wurde ich über zwei Ecken angefragt, ein Seminar zum Thema Gendern mitzugestalten.

Gendern bedeutet, einen Text so zu formulieren, dass möglichst alle Menschen damit gemeint sind, unabhängig von ihrem Geschlecht. Das wird auch „geschlechtergerechte Sprache“ genannt. Eine häufige Lösung ist dabei das Binnen-i, dabei werden zwei Wörter (zum Beispiel „Studentinnen“ und „Studenten“) zusammengefasst und mit einem grossen i verbunden („StudentInnen“). Leider fallen da Leute wie ich raus, die sich von beiden Wörtern nicht gemeint fühlen.

Eine bessere Lösung ist deswegen der sogenannte Gender Gap (auf Deutsch etwa „Gender-Lücke“) und das Gendersternchen. Dann wird daraus „Student_innen“ oder „Student*innen“. Die Lücke und das Sternchen sollen darauf hinweisen, dass es eben mehr als zwei Geschlechter gibt, bzw. dass sich nicht alle Leute von dieser Zweiteilung mitgemeint fühlen. Beim Sprechen kann die Lücke einfach zu einer kurzen Pause gemacht werden, Ash nennt das hier sehr treffend „Genderpäuschen“ (im Audiofile ab Minute 4 wird es auch ausgesprochen). Eine dritte Lösung ist, von vornherein geschlechtsneutrale Wörter zu benutzen, zum Beispiel „Studierende“. Alle diese Varianten haben Vor- und Nachteile. Wichtig ist aber, überhaupt mal drüber nachzudenken was Sprache eigentlich so ausdrückt, und sich zumindest zu bemühen.

Viele Leute wissen aber nicht, warum es wichtig ist, Texte zu gendern. Viele sind sich gar nicht bewusst, was Geschlecht eigentlich ist, und dass es nicht nur zwei davon gibt. Und die meisten wissen auch gar nicht, welche Möglichkeiten es gibt, Sprache geschlechtergerecht zu machen. Wenn Universitäten und andere Organisationen eine bestimmte Art von geschlechtergerechter Sprache einführen, dann erklären sie das aber leider oft nicht dazu.

Das war auch der Hintergrund für dieses Seminar. Es wurde veranstaltet von einer Gruppe Jusos, die im Vorfeld darüber diskutiert hatten, ob und wie sie Texte gendern wollen. Sie hatten gemerkt, dass viele zwar damit einverstanden waren, geschlechtergerechte Sprache zu benutzen, aber eben nicht wussten warum das eigentlich eine gute Idee ist, und welche Varianten es überhaupt gibt.

Das Seminar sollte deswegen
1. aufzeigen, mit welchen Mitteln ein Text geschlechtergerecht gemacht werden kann und warum es nicht reicht, die „männliche“ Form zu benutzen und zu behaupten „alle anderen Geschlechter sind mitgemeint“,
und 2. sollten die Teilnehmenden verstehen was „Geschlecht“ in dieser Gesellschaft eigentlich bedeutet, und wie es Menschen geht, die nicht in das angebliche binäre Zweiersystem hineinpassen.

Für diesen zweiten Teil wurde erst N. angefragt, um aus ihrem Leben als genderqueere Person zu erzählen und einen Workshop aus dem Thema zu machen. N. fragte dann mich (Sasha, neutrois), ob ich Lust hätte ihr zu helfen und den Workshop mit ihr gemeinsam zu machen.

Wir haben nach diesem Workshop gemeinsam zusammengefasst und aufgeschrieben, wie der Workshop ablief, welche Themen angesprochen wurden, was uns speziell wichtig war und welche Reaktionen und Rückmeldungen von den Teilnehmenden kamen.

Dies ist unser Erfahrungsbericht:

Vor uns hielt jemand vom Lehrgebiet Soziologie mit Schwerpunkt Gender und Technik den ersten Seminarteil, der sich speziell mit gendergerechter Sprache beschäftigte (ca. 90 Minuten). Für unseren Teil waren dann ca. 2 Stunden eingeplant. Wir wollten vor allem erklären, was das Konstrukt Geschlecht eigentlich beinhaltet und wie daraus ein Bedürfnis für mehr als binäre sprachliche Optionen entsteht. Der Vortrag sollte mit interaktiven Teilen kombiniert werden, in denen die Zuhörenden mitdiskutieren, Fragen stellen und eigene Gedanken auf Kärtchen schreiben können, die dann wiederum besprochen werden.

Wir legten besonders viel Wert darauf, explizit einen Rahmen zu schaffen, in dem auch „blöde“ Fragen gestellt werden dürfen, die betroffenen Leuten außerhalb des Workshops wahrscheinlich zu persönlich oder sogar verletzend wären. In solchen Fällen wollten wir aber problematische Formulierungen und Inhalte direkt benennen, und angemessenere Alternativen vorschlagen.

Geschlecht ist überall

Zu Beginn gaben wir den Teilnehmenden die Aufgabe, auf Moderationskärtchen zu schreiben, wo ihnen im Alltag überhaupt Geschlecht begegnet. Diese hängten wir dann an die Wand und diskutierten kurz darüber – es sollte dadurch klar werden, dass Geschlecht einfach überall eine Rolle spielt. Das ist uns ziemlich gut gelungen, denn es kamen sogar viele Beispiele zusammen, an die wir selbst gar nicht gedacht hatten. Ein Auszug: Sport, Kleidung, Toiletten, Sprache, Gefängnisse, Fernsehsender, sexuelle Orientierung, Formulare, Spielzeug, Gesundheitsversorgung,

N. diskutierte dann die Fragestellung, was Geschlecht überhaupt ist: irgend etwas, was aus Körpern abgeleitet wird, was dann Konsequenzen für soziales Standing/Aufgaben hat. Sie thematisierte dabei die Willkür bzw. Kontingenz, mit der diese Geschlechterstereotype gemacht werden: also beispielsweise, dass blau und pink mal genau anders herum zugeordnet waren, oder dass es Gesellschaften gibt in denen nur ein Geschlecht oder mehr als zwei Geschlechter existieren. Schließlich erzählte sie noch den geschichtlichen Rahmen, in dem sich die zweigeschlechtliche Norm durchgesetzt hat: hierbei wurde vor allem der unrühmliche Effekt der europäischen/weißen Kolonialisierung benannt, welche die Zweigeschlechter-Norm in die Welt exportiert, dabei andere Vorstellungen als „barbarisch“ verurteilt und vielfach zerstört hat.

Intersexualität

Als nächstes erklärte Sasha die biologische Perspektive und machte deutlich, dass das binäre Modell sogar bei körperlichen Aspekten des Geschlechts eben nur ein vereinfachendes Modell ist, das der Wirklichkeit nicht gerecht wird. An Beispielen von verschiedenen Intersex-Formen wurde das so genannte „biologische Geschlecht“ in seinen Einzelteile dekonstruiert:

  • „Geschlechtschromosomen“ können mehr Formen als XX-weiblich und XY-männlich haben (z.B. XXY, X0, XYY, etc)
  • Neben den bekannten „Hoden“ und „Eierstöcken“ kommen Gonaden noch in anderen Formen vor (z.B. Ovotestes) und eine Person kann durchaus links das eine und rechts etwas anderes haben
  • Hormonlevel bestimmen nicht über das Geschlecht einer Person, sondern beeinflussen Attribute wie Verhaltensweisen (z.B. Aggression, Emotionalität) und Aussehen (z.B. Haarwuchs, Körperfettverteilung), denen die Gesellschaft ein Geschlecht zuweist – und im Umkehrschluss die dafür verantwortlichen Hormonkombinationen in Geschlechterkategorien einteilt
  • Genitalien kommen nicht in bloß zwei Ausprägungen vor, sondern in vielen verschiedenen Formen
  • Und natürlich sind sie mit den oben erwähnten „Geschlechtsmerkmalen“ frei kombinierbar, sodass eine Person z.B. durchaus gleichzeitig einen Penis und eine Gebärmutter haben kann

Dass das binäre Modell unzureichend ist, macht auch die Einteilung nach Zentimetern bei Neugeborenen deutlich: Bis zu 1cm Länge heisst das Genital „Klitoris“, ab 2,5cm heisst es „Penis“. Diese Zahlen sind willkürlich festgelegt, nach dem was die gesellschaftliche Norm als „korrekt aussehend“ definiert. Die Lücke dazwischen ist auffallend und entlarvend.

In diesem Zusammenhang kamen wir dann zu dem Thema IGM (Intersex-Genitalverstümmelungen), also Zwangs-OPs bei intergeschlechtlichen Babys und Kindern. Diese Operationen dienen dazu, Menschen mit chirurgischen Mitteln an die vermeintlich korrekte zweigeschlechtliche Norm anzupassen, was oft zu lebenslangem Leid durch Komplikationen, Nach-Korrekturen und Abhängigkeit von künstlichen Hormonen führt. Leider passieren diese Verstümmelungen immer noch, obwohl sich alle inter Organisationen und der Deutsche Ethikrat dagegen aussprechen.

Dies führte zum Zwischenfazit von N.: „Die übertriebene Fixierung der Gesellschaft auf binäres Geschlecht ist sehr kaputt“. Zu diesem Zeitpunkt standen beim Publikum einige Münder offen. Es war spürbar, dass sie gerade einerseits gemerkt hatten wie schrecklich die Medizin mit einigen Menschen umgeht. Andererseits hatten wir deutlich gemacht, dass in den ganzen Biologiebüchern eben nur ein Teil der Wahrheit über Geschlecht steht. Zu Beginn des Vortrags hatten wir den Teilnehmenden versprochen „Wir werden euch die Sicherheit eurer heilen binären zweigeschlechtlichen Welt wegnehmen“ und haben das wohl auch geleistet.

Herausforderungen des Trans-Seins

Damit leiteten wir dann über in den Teil, in dem es um trans ging. Nach der anfänglichen Definition („bei Geburt zugewiesenes Geschlecht weicht vom eigenen Geschlecht ab“) fragten wir unsere Teilnehmenden, was sie alles über trans wussten – und hier sprudelte es nur so aus einigen heraus.

Es wurde sehr viel gefragt zum Prozess der Transition über HRT (Hormonersatztherapie) und geschlechtsangleichenden Operationen. Wir stellten klar, dass beides für einige trans Personen eine Option ist, aber bei weitem nicht für alle – es ist allgemein falsch, davon auszugehen, dass jede Transition nach dem gleichen Schema verläuft.

Um die oben genannten Maßnahmen oder eine Personenstands- oder Namensänderung überhaupt durchführen zu dürfen, müssen trans Personen ganz bestimmte Kriterien erfüllen, um auch von medizinischem/psychiatrischem Fachpersonal als trans bestätigt zu werden. Einen großen Teil nahm die Diskussion der Gatekeeping-Schwierigkeiten ein, die eine Transition mit sich bringen kann:

  • Depressionen oder andere psychische Erkrankungen können als Kontraindikation gesehen werden, obwohl sie natürlich wegen geschlechtlicher Dysphorie vorliegen können
  • Trans Personen wird manchmal eine Fetischisierung (z.B. Autogynephilie) unterstellt, also ein rein sexuell motiviertes Interesse an bestimmter Kleidung usw.
  • Von trans Personen wird erwartet, dass sie Rollenklischees erfüllen. Während es beispielsweise für cis Frauen heutzutage längst in Ordnung ist Hosen zu tragen, wird trans Frauen dies negativ ausgelegt
  • In Deutschland wird teilweise ein „Alltagstest“ verlangt, in dem trans Menschen ihre Bereitschaft „beweisen“ sollen, auch wirklich im Zielgeschlecht zu leben. Erst danach wird ihnen die Hormonabgabe und weitere Maßnahmen gestattet. Da sie währenddessen besonders wenig passen, sich so eher nicht wohl fühlen und ggf. Angriffen ausgesetzt sind, bezeichneten die Workshop-Teilnehmenden den Alltagstest ziemlich treffend als Bestrafung

Es ging weiterhin ums veraltete, vom Bundesverfassungsgericht kassierte Transsexuellengesetz (für das es immer noch keine Neuregelung gibt!), also welche Regelungen es da bis vor kurzem gab (z.B. chirurgische Kastration als Voraussetzung für Personenstandsänderung) und was heute noch scheiße ist: zum Beispiel, dass gebärende Väter auf Geburtsurkunden als „Mütter“ eingetragen werden, oder zeugende Mütter ihren Personenstand wieder auf „Mann“ gesetzt bekommen.

Außerdem haben wir über trans Kinder geredet und wie belastend es für sie ist, erst mit 18 Jahren eine HRT beginnen zu dürfen, wenn die Pubertät schon durch ist und irreversible Änderungen verursacht hat, statt dass ihrem eigenen Urteil über ihr Geschlecht vertraut wird. Wir haben in diesem Kontext die Möglichkeit von Pubertätsblockern angesprochen, mit denen die Pubertät hinausgezögert werden kann, z.B. bis die Volljährigkeit erreicht ist.

Als völlig anderes Thema ging es noch um die Sexualisierung von trans Personen, insbesondere bei Frauen, und um diskriminierende Worte, die auch in der Pornoindustrie als Fetisch-Kategorisierung verwendet werden (Tr*nse/tr*nny/shem*le). Wir wiesen sehr deutlich darauf hin, dass diese Worte bitte nicht benutzt werden sollen, es sei denn eine betroffene Person äußert diesen Wunsch explizit für sich selbst.

Das hier genannte ist nur ein Ausschnitt – es kam wirklich unfassbar viel zur Sprache. Wir gaben auch einige eigene Erfahrungen von uns preis und demonstrierten damit, dass es eben keinen typischen Weg gibt trans zu sein.

Geschlecht ist nicht binär

Erst danach kamen wir zum Thema nichtbinärer Geschlechtsidentitäten und konnten damit endlich unsere Labels erklären (genderqueer für N., neutrois für Sasha), die wir bei unserer Vorstellung zu Anfang des Vortrags bloß kurz erwähnt hatten. Wir wiesen darauf hin, dass Geschlechter abseits von männlich und weiblich keine moderne Erfindung sind, sondern es viele traditionelle, seit Jahrhunderten verbreitete nichtbinäre Geschlechter gibt wie z.B. Two-Spirit oder Hijra. Wir schilderten hier, was unsere Geschlechter jeweils für uns bedeuten.

Nun nahmen wir nochmals Bezug auf die Kärtchen vom Anfang. Wir zeigten auf, dass alle diese Dinge wie Toiletten, TV-Programme, Sport etc. binär gedacht werden und uns dadurch ausschließen. Und uns fortlaufend dazu zwingen, zu lügen und uns in ein binäres Geschlechtermodell einzuordnen, das für uns Nonbinaries (kurz: Enbys, von englischer Aussprache „NBs“) eben gar nicht passt. Dabei existieren meist gar keine triftigen Gründe, aus denen das unbedingt so gemacht werden müsste. Enbys wäre zum Beispiel sehr weitergeholfen, wenn sie in Formularen eine Geschlechterangabe „andere“ oder „nichtbinär“ hätten und als Anreden nicht nur „Herr/Frau/Firma“ zur Verfügung stehen würden. Denn Bürokratie ist für alle Menschen mühsam und ätzend, aber wenn ein korrektes Ausfüllen der Formulare schlicht unmöglich ist, wird es einfach nochmal besonders grausam.

Durch die vielen Fragen war unser Zeitplan schon weit fortgeschritten, wodurch als letztes nur noch als kurzer Teil folgte: was wir alle tun, um die Situation zu verbessern? Die Folien waren angelehnt an das, was auf der ZKK 2015 im Queer-Workshop besprochen wurde (Folien 12-20). Viele Punkte, wie konkrete Unterstützung aussehen kann, waren aber auch vorher schon in Fragen zur Sprache gekommen.

Rückschau und Ausblick

Insgesamt waren wir etwa 15 Teilnehmende (N. und Sasha nahmen am Workshopteil über gendergerechte Sprache ebenfalls teil, und umgekehrt). Die meisten gingen noch zur Schule, ungefähr 9. bis 11. Klasse. Der Altersschnitt lag damit niedriger, als wir zuvor erwartet hatten, es funktionierte aber trotzdem problemlos.

Alle waren politisch interessiert und aufgeweckt, die meisten diskutierten engagiert mit, waren am Thema sehr interessiert und haben selbst einige persönliche Anekdoten erzählt. Es war schön zu erleben, dass sie unsere Workshopthemen direkt mit ihrem eigenen Alltag in Verbindung bringen konnten.

Es gab einige Rückmeldungen im Sinn von „das hätt ich nie gedacht“ und „ich habe so viel gelernt“. Es gab Leute die spätere Termine ausfallen liessen um uns bis zum Ende zuhören zu können. Wir bekamen explizit Dank dafür, so persönliche Dinge erzählt zu haben. Es wurden aber auch Schwierigkeiten sichtbar, das Vorgeschlagene umzusetzen – ein Azubi meinte, wenn er in seinem Betrieb eine geschlechtergerchte Sprache nutzen und bei diskriminierenden Sprüchen einschreiten würde, würde er vermutlich schnell sozial ausgegrenzt.

Uns wurde nochmal besonders klar, wie viel über Sprache und Anerkennung diskutiert wird und dass entsprechende Regelungen oft durchgesetzt werden, ohne dass Leute das notwendige Hintergrundwissen haben. Die Teilnehmenden erzählten, dass das in politischen Gruppierungen oftmals geschehen würde und die Menschen dort uninformiert der „Parteimeinung“ folgen, ohne zu wissen warum sie etwas tun (was ja der Auslöser für den Workshop war). Die starke Wirkmacht des (objektiv falschen) binären Geschlechtermodells sorgt für einen Beißreflex gegenüber solchen Versuchen, die Dinge besser zu machen (wie z.B. der Umbenennung des „Studentenwerks“ in „Studierendenwerk“). Entsprechend hoffen wir auf mehr Aufklärungsveranstaltungen dieser Art (auch bei größerem Publikum), in der Hoffnung, dass damit die Solidarität wächst und endlich verstanden wird, warum wir eine andere Sprache unabdingbar brauchen und wie mit wenig Aufwand Nonbinarys ein leichteres Leben geschaffen werden könnte.

Weiterführende Links

Wenn ihr auch Interesse an einem Workshop zu dem Thema habt: Wir erschüttern gerne auch euer binärgeschlechtliches Weltbild! :)
Unter „Kontakt“ könnt ihr gerne anfragen.

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4 Antworten zu Workshop „Was ist Geschlecht?“

  1. Ulrich Voss schreibt:

    Ist jetzt vermutlich eine blöde Frage von mir, aber das alles hier ist (eine brillante) Satire… oder??

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