„Disconnect“ – Comic

Dieser Comic von Robot-Hugs hat mich sehr angesprochen. Deswegen möchte ich versuchen, den Text zu übersetzen.

Person 1: „Was ist eigentlich mit deinem Geschlecht? Du redest im Moment nicht so viel darüber.“

Person 2: „Ich weiss nicht.

Ich weiss wer und was ich bin, und das ist gut. Aber es zu leben ist sehr frustrierend.

In kleinen Dingen bin ich immer offen, wenn sie Leuten auffallen würden – ich benutze niemals binärgeschlechtliche Begriffe für mich selbst, und ich benutze immer geschlechtsneutrale Begriffe für Leute deren Geschlecht mir nicht explizit oder impliziert kommuniziert wurde.“

[„..als Person die nicht männlich ist und in einem technischen Beruf arbeitet..“]

„Aber das sind winzig kleine Fähnchen, und 90% der Welt kann sie einfach nicht erkennen, geschweige denn verstehen.“

Person 3: „Aber wie kannst du erwarten, dass Leute so etwas wissen, wenn du es ihnen nicht sagst?“

Person 2: „Ich erwarte nicht, dass sie es wissen.

„Aber ich bin mir ununterbrochen bewusst, dass die Leute um mich herum nicht einmal das Konzept meines Geschlechts verstehen.

Und die Unterhaltung ist nicht einfach – üblicherweise braucht es..

..eine Korrektur

[„Oh, übrigens, mein Pronomen ist „they/them“]

..eine Definition

[„Also, nichtbinär bedeutet..“]

..eine Erklärung

[„Naja.. nicht alle Menschen sind a oder b..“]

..eine Diskussion

[„Aber bedeutet das dann nicht, dass..“]

..und dann eine Auseinandersetzung

[„Ich finde einfach nicht, dass das grammatikalisch..“]

Das ist ein sehr langer Prozess, bloss damit jemand das richtige Pronomen benutzt!

Und weisst du was? Pronomen sind total langweilig! Ich will genausowenig darüber nachdenken.

Es ist schwer, etwas zu sein, von dem Leute denken es würde nicht existieren. Selbst Leute die selbst queer oder trans sind. Die ständige Debatte über die Existenz meines Geschlechts ist anstrengend. Bei jedem Gespräch fühlt es sich an, als würde ich wieder bei null anfangen.

Es ist überwältigend – noch so viele Leute zum überzeugen, noch so viele Gespräche zu führen, noch so viele Orte an denen ich mich outen könnte, und alle voller Leute die möglicherweise aggressiv und respektlos reagieren und versuchen mich zu verletzen.. also rede ich weniger und weniger darüber..

..was dazu führt dass es wirkt als wäre das Thema nicht wichtig, auch wenn es für mich wichtig ist..

..was dazu führt dass es sich anfühlt als würde ich.. es falsch machen? Sollte es nicht einfacher sein?“

Person 1: „..du hast nicht geschlechts-versagt.“

Person 2: „Ich habe geschlechts-versagt.“

 

(Übersetzung von mir.
Original hier bei Robot Hugs:http://www.robot-hugs.com/disconnect/)

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